Einbeinstativ

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Ein Einbeinstativ oder auch Monopod  genannt zeichnet sich dadurch aus, dass es besonders transporttabel ist, wie auch platzsparend. Es soll einfach nur einen besseren Halt für Aufnahmegeräte, wie Foto oder Videokameras bieten und stellt eine minimale Variante eines Statives da, die einen Fotografen dabei unterstützen kann schönere Aufnahmen zu zaubern.

Verwendungszwecke

Einbeinstativ als Steadycam-Ersatz
Da moderne Kameras zunehmend leichter geworden sind ist es ziemlich schwierig geworden ein Endergebnis zu erreichen, welches nicht völlig verwackeltes und von Hände zittern geprägt ist. Das Ergebnis sind oft unbrauchbare Aufnahmen, die es leider nicht ermöglichen einen wertvollen Moment zufriedenstellend festzuhalten, selbst wenn man dazu einen Bildstabilisator verwendet. Besonders wenn der Kameramann dabei läuft ist dieser Effekt merklich zu spüren und häufig unerwünscht. Ein Einbeinstativ kann hier als stabilisierendes Element gegen, um der aufzeichnenden Kamera b eine gewisse Trägheit zu verleihen. Das Ergebnis ist eine deutliche ruhigere Aufnahme, die vom Betrachter mit Sicherheit positiv aufgefasst wird. Hierzu kann das Einbeinstativ entweder ausgefahren oder in zusammengeschobenen Zustand an der Kamera montiert werden, um sie dann beim Filmen an einem gemeinsamen Schwerpunkt zu halten. Das Ergebnis ist so gravierend unterschiedlich, dass man selbst bei einer Aufnahme im laufenden den Eindruck gewinnt, die Kamera würde schweben. Dagegen wird es ohne diesen Effekt so als würde eine Person ruckartig durch die Gegend stolpern, was den Spaß für den Betrachter deutlich mindert. Im Fachjargon verwendet man für diese Art Halterungssystem auch dem Begriff Schwebestativ oder Steadycam.

Einbeinstativ als Hilfsmittel für Selfies
Um während eines Selfies möglichst gute Ergebnisse zu erzielen kann man ein Einbeinstativ ebenso dazu verwenden, um im Gedränge, etwa vor Sehenswürdigkeiten in Verbindung mit einem Smartphone ein Bild von sich selber zu schießen. Der Vorteil hierbei ist, dass man somit die Reichweite seines Arms verlängern kann, was gleichzeitig die Höhe vergrößert. Um es ist fast so als hätte man eine weitere Personen darum gebeten ein Bild von sich aufzunehmen, während diese auf einem Treppenabsatz steht und somit einen größeren Bildausschnitt mit der Linse einfangen kann.

Vor- und Nachteile vom Einbeinstativ

Vorteile
Die Vorteile bei einem Einbeinstativ sind längeren Belichtungszeiten, da dieser leicht zu transportierende Alltagshelfer als halte Hilfe dienen kann und trotzdem die größtmögliche Flexibilität beim Arbeiten bietet. Somit kann ein Fotograf sich auf ein Objekt konzentrieren, ohne dabei ein verwackeltes Endergebnis zu halten, muss jedoch trotzdem dabei behilflich sein und das Stativ ruhig zu halten, da es von alleine nicht bestehen könnte, da es nur ein Bein besitzt. Im Ergebnis gelangt man zu verwacklungsfreien Aufnahmen, bei denen trotzdem eine längere Belichtungszeit ermöglicht wird. Ein großer Vorteil im Vergleich zum Dreibeinstativ ist das geringe Packmaß, sodass dieser Alltagshelfer leicht in jeder Fototasche Platz findet oder ganz einfach in der Saitentasche eines Rucksacks verstaut werden kann. Im beim Fotografieren oder Filmen mit einem Einbeinstativ ist ganz simpel DA dass man einfach schneller den Ort wechseln kann und die Kamera schneller drehen kann als mit einem Dreibeinstativ. Dass auch der Grund warum Einbeinstative besonders in dynamischen Umfeldern verwendet werden, wie etwa bei der Sport und Actionfotografie. Jedoch auch auf gesellschaftlichen Anlässen, wie Konferenzen oder festen ist die Verwendung von Einbeinstativen keine Seltenheit. Es gibt auch Situationen, bzw. Umgebungen, in denen ein aufgebautes Dreibeinstativ ganz simpel eine zu große Verletzungsgefahr darstellen würde, weshalb hier lediglich Einbeinstative gestattet sind. Dies kann z.B. in einigen Museen auf der ganzen Welt der Fall sein. Sie werden diesen praktischen Helfer nicht mehr hergeben wollen, wenn er ihnen dabei hilft das nicht unerhebliche Gewicht von Kameras mit schweren Teleobjektiven aus der freien Hand zu stützen, da dies doch sehr ermüdend werden kann.

Nachteile
Natürlich besitzt ein Einbeinstativ auch signifikant Nachteile. Somit sind hier im Gegensatz zum Arbeiten mit einem Dreibeinstativ keine absolut verwacklungsfreien Aufnahmen möglich. Das liegt daran, dass uns hier ganz einfach der stabilisierende Effekt eines Dreibeins fehlt. Es kann auch etwas nerven, dass man nach der Montage kaum noch eine Möglichkeit besitzt die Kamera auf einer Fläche abzulegen und es häufig zu gefährlich ist die ganze Konstruktion einfach irgendwo anzulehnen. Somit ist man ständig darauf angewiesen das Werkzeug in der Hand zu halten oder sehr vorsichtig auf einem sauberen Untergrund oder einer Decke abzulegen. Somit ist es unerlässlich in dieser Situation die Kamera vom Stativ zu lösen. Sehr empfehlenswert ist in dieser Situation ein Stativkopf mit einer Schnellwechselplatte.

Die Wahl des richtigen Einbeinstativs

Kriterien an ein Einbeinstativ
Und bei der Wahl des passenden Modells stellt sich die berechtigte Frage: „Welches ist überhaupt das passende Einbeinstativ für mich, was muss das können und wie viel Geld sollte ich sinnvoller Weise dafür ausgeben?“ Um diese Frage besser beantworten zu können Sie Ihre es sicherlich wertvoll sich die folgenden Fragen zu stellen:

  • Wie schwer ist die Kamera die damit zum Einsatz kommen soll?
  • Wie schwer darf das Einbeinstativ selbst sein?
  • Habe ich bestimmte Designvorstellungen an einen gewissen ästhetischen Look oder sind für mich Form und Farbe vom Stativ eher zweitrangig?
  • Ist mir ein gewisser Bedienungskomfort bei der Verwendung wichtig? Dies kann sich z.B. durch speziell gepolsterte Haltegriffe auszeichnen, durch angenehm zu drehende Schraubscharniere oder ganz einfach durch eine rasche Auf- und Abbauzeit, da das Stativ in sich clever und praktisch designt wurde.

 

Verschiedene Einbeinstative vorgestellt

Preisklassen
Und schob man sich einmal eine Reihe von Einbeinstativen an, so fällt auf das diese ab etwa 20,00 € zu haben sind. Viele fortgeschrittenere Modelle bewegen sich zwischen 50 Euro und 100 Euro. Danach folgt die Spitzenklasse für Profis mit Modellen von über 100 Euro bis etwa 200 Euro oder sogar darüber hinaus. Im Folgenden wollen sie einmal einen Blick auf einige Modellbeispiele aus den verschiedenen Preisklassen werfen.

Einsteiger-Modelle
Ein sehr beliebtes Einsteigermodell ist beispielsweise das AmazonBasics Einbeinstativ, 170 cm, dass über eine Höhe von 170 cm verfügt und sich für Videokameras, Fotokameras und Fernrohre mit einem Gewicht bis zu drei Kilogramm eignet. Es verfügt über ein ¼ Zoll Universalgewinde, wie auch einen rutschhemmenden Gummifuß mit herausziehbaren und wird mit einer Tragetasche ausgeliefert.


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Eine Alternative in der gleichen Preisklasse stellt das Delamax WT-1003 „Basic“ Einbeinstativ 170cm, welches mit sehr ähnlichen Werten wie das vorige Modell aufwartet. Es verfügt ebenfalls über eine maximale Höhe von 170 cm, jedoch bei lediglich 360 Grammgewicht. Zusammengeklappt hat das ein Packmaß von 54 cm und lässt sich mit bis zu 3 kg belasten. Hier findet ebenfalls ein ¼ Zoll Gewinde Verwendung und mitgeliefert wird eine Stativtasche.


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Wer gerne ein Einbeinstativ mit einer höheren maximalen Belastbarkeit und etwas mehr Komfort benötigt, der könnte mit dem Walimex FT-1502 Aluminium Einbeinstativ 177 cm (max. Belastbarkeit ca. 5 kg, inkl. Handschlaufe und Transporttasche) durchaus eine interessante Alternative vergleichen. Vorteile hier ist, dass das Einbeinstativ aus Aluminium gefertigt ist, also besonders leicht ist und dennoch eine maximale Belastbarkeit von 5 kg unterstützt. Die Bedienung ist durch Schneeverschlüsse im Gegensatz zu den günstigeren Modellen vereinfacht und es verfügt über eine Moosgummiummantelung am Handgriff, wie auch einer Handschlaufe. Mitgeliefert wird eine Transporttasche.

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Modelle für Fortgeschrittene
Wer sich seiner Sache schon etwas sicherer geworden ist, der wird relativ schnell zu der Erkenntnis kommen, dass ein Einbeinstativ mit einem etwas höheren Preis durchaus seine Berechtigung haben kann, wenn bestimmte Details optimiert worden. Das TARION A-222 Einbeinstativ mit Standspinne (Kugelgelenk, Max. Höhe 165 cm, inkl. Handschlaufe und Transporttasche) bietet den entscheidenden Vorteil, dass es mit einer stammt Spenden ausgestattet ist, die über ein Kugelgelenk verfügt. Somit steht die Kamera nicht mehr auf einem einzelnen Einbein, welches sich mit einem Dorn in den Boden Bord, sondern vielmehr verfügt das Stativ nun über kleine ausklappbare Minibeine und bietet somit zusätzlich eine höhere Stabilität zu Kameraschwenks. Das Kugelgelenk oberhalb der Spinne ist mit dem restlichen Teil der Aluminiumstange verbunden und lässt sich über gut bedienbare Schnellverschlüsse in der Länge verstellen. Maximal ausgeklappt hat das Stativ eine Gesamtlänge von 165 cm und ist aufgrund seinem besonders kleinen Packmaß ein idealer Begleiter für Sport- und Tieraufnahmen. Stativköpfe und Kameras lassen sich über einen ¼ Zoll Gewinde mit dem Einbeinstativ verbinden. Der Handgriff am oberen Ende ist mit einer rutschfesten Moosgummiummantelung ausgestattet, wie auch einer reißfesten Handschlaufe.

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Alternative bietet sich das Sirui P-306 Einbeinstativ (Handschlaufe und Karabiner) ebenso als guter Begleiter für unterwegs an. Neben seinem schlichten Design ganz in schwarz gehalten bietet es die Möglichkeit sogar mit bis zu 8 kg belastet zu werden. Es besteht aus Aluminium und lässt sich über sechs ineinander verstauten Segmenten von einem minimalen Packmaß von 39,2 cm bis zu einer maximalen Höhe von 155 cm ausklappen. Ein Kälteschutzgriff verhindert kalte Finger während der Arbeit und ein Gummifuß mit Spike bietet einen sicheren Halt auf dem Boden. Kameras lassen sich auf diesem Einbeinstativ mithilfe einer ¼ Zoll bzw. auch einer 3/8 Zoll Schraubverbindung befestigen. Ein besonderes Feature bei diesem Modell ist der mit der Handschlaufe verbundener Kompass samt Karabinerhaken, der besonders reisefreudigen Interessierten positiv auffallen durfte.

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Profi-Modelle
Das SIRUI P-326 Einbeinstativ ist im Gegensatz zu seiner günstigeren Modellvariante SIRUI P-306 aus Carbon gefertigt. Dies hat zur Folge, dass man es mit ganzen 10 kg Maximal Gewicht belasten kann bei einem Eigengewicht von lediglich 0,45 kg. Das Packmaß beträgt im voll zusammenklappen Zustand der sechs Stativsegmente 39,2 cm und kann eine maximale ab Stativhöhe von 155 cm erreichen. Wie das bereits Bekannte Modell verfügt dieses Einbeinstativ ebenso über einen Kälteschutzgriff mitsamt Gummifuß und Spike für die Standfestigkeit. Kameras lassen sich mithilfe einer ¼ Zoll, wie auch einer 3/8 Zoll Schraube oberhalb des Haltegriffe befestigen. Auch kommt bei diesem Modell wieder die Handschlaufe zum Einsatz, die zusätzlich mit einem Kompass und einem Karabiner ausgestattet ist. Somit stellt das SIRUI P-326 schlicht und einfach eine etwas höher preisige Variante des SIRUI P-306 dar für Benutzer, die ein geringeres Gewicht bevorzugen, wie auch eine größere Tragkraft, etwa bedingt durch besonders schwere Teleobjektive.

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Das Manfrotto Video-Fluid-Einbeinstativ 560B-1 mit Neiger 234RC wirkt auf den ersten Eindruck preislich stolz bemessen, jedoch erhält man hier im Grunde genommen zwei Produkte in einem, die für das Arbeiten mit einem Einbeinstativ von entscheidender Bedeutung sind. Zum einen erhält man ein robustes Einbeinstativ der Firma Manfrotto, die jedem in der Welt der Fotografie ein bekannter Begriff sein sollte. Darüber hinaus ist auf dem Stativ jedoch auch noch ein Neigekopf mit einer Schnellwechselplatte montiert, der noch einmal zusätzliche Möglichkeiten bietet. Somit ist das gesamte Einbeinstativ nicht nur oberhalb der drei Gelenkfüße am unteren Teil flexibel beweglich, sondern hier hat man ebenso die Möglichkeit wie bei vielem Dreibeinstativen den oberen Teil des Stativs, an dem die Kamera angebracht ist zusätzlich in ihrer Achsenneigung zu kippen, etwa um einen speziellen Kameraschwenk zu vollführen. Durch die Schnellwechselplatte kann man die angebrachte Kamera bei Bedarf rasch vom Stativ lösen. Diese Flexibilität war bei bisherigen Stativmodellen so in der Art noch nicht gegeben, weshalb es durchaus Sinn macht diese einzelnen Verbesserungsunterschiede in die Wahl für das passende Einbeinstativ mit einzubeziehen.

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